Mrz
7
2012

Solarthermische Anlagen: Was ist bei der Planung zu beachten?

Alternative Energiesysteme werden auch für die Wärmeerzeugung immer wichtiger. Mit Hilfe einer Solarthermie Anlage kann die Energie der Sonne zur Erwärmung von Wasser und zur Unterstützung der Heizungsanlage eingesetzt werden. Um sonnenarme Zeiten zu überbrücken ist es erforderlich die Solaranlage mit einer geeigneten Heizungstechnik wie Wärmepumpen oder Pelletheizungen zu kombinieren.


Worauf sollte man bei solarthermischen Anlagen achten?
Eine Anlage zur solaren Wärmenutzung besteht aus einem Kollektor, einem Leitungssystem mit einer Umwälzpumpe und einem Wärmespeicher. Der meist auf dem Hausdach installierte Kollektor dient dabei der Übertragung der Sonnenergie auf eine Trägerflüssigkeit. Je nach Gebäudegröße und Anzahl der Bewohner sollte eine ausreichend große Kollektorfläche gewählt werden. Für Solaranlagen zur Heizungsunterstützung wird eine größere Fläche benötigt als bei solchen zur reinen Wassererwärmung. Dabei hat man die Auswahl zwischen Flachkollektoren und Vakuumröhrenkollektoren. Letztere sind teurer und bieten eine etwas höhere Leistung. Teilweise sind sie empfindlicher gegen Überhitzung. Für die Installation sollte möglichst eine ausreichende, verschattungsfreie Dachfläche mit Süd-Ost bis Süd-West Ausrichtung vorhanden sein. Die Neigung des Daches sollte für optimale Erträge zwischen 30 und 70 Grad betragen, wobei sich höhere Neigungswinkel eher für die Heizungsunterstützung eignen. Bei Flachdächern ist eine Aufständerung möglich.

Welche Heizungstechnik lässt sich gut mit Solaranlagen kombinieren
Im Sommer reicht die Solaranlage meist alleine aus, um genügend Wärme bereitzustellen. Besonders an trüben Wintertagen oder bei Schneebedeckung ist der Einsatz zusätzlicher Heizungstechnik nötig. Eine Solarthermie Anlage lässt sich zum Beispiel gut mit einer Wärmepumpe Installation kombinieren. Dabei kann je nach Eignung des Baugrundes eine Erd- oder Luftwärmepumpe installiert werden. Als Heizungstyp in dieser Anlagenkombination eignet sich insbesondere eine Fußbodenheizung. So eine Flächenheizung benötigt mit 30 Grad Celsius eine recht niedrige Temperatur, bei der die Anlagentechnik besonders wirtschaftlich arbeitet. Wer keine Wärmepumpe einsetzen kann, hat auch die Möglichkeit, die Solaranlage mit einer umweltfreundlichen Pelletheizung oder einem Holzvergaserkessel zu kombinieren. Dafür wird allerdings ein ausreichend großer Lagerraum für Pellets oder Holz benötigt.
Wer eine umweltfreundliche Heizungsanlage plant und über ein geeignetes Dach verfügt, sollte sich beim Fachmann über die Möglichkeiten einer thermischen Solaranlage informieren. Als geeignete Kombination stehen neben einer Wärmepumpe auch weitere umweltfreundliche oder konventionelle Techniken zur Verfügung.

About the Author:

Comments are closed.